#2 Warum ich aufgehört habe, immer mehr zu machen – und dadurch besser geworden bin

Shownotes

Herzlich Willkommen um Der 110% Podcast - Next Level Performance für Unternehmen, Leader und Athleten

Es gab eine Zeit, da war meine Logik ganz einfach: Wenn ich besser werden will, muss ich mehr machen. Mehr trainieren. Mehr durchhalten. Mehr investieren. Und lange Zeit hat genau das funktioniert.

In dieser Folge teile ich sehr persönlich, warum ich irgendwann gemerkt habe, dass mehr Einsatz mich körperlich und mental nicht mehr weitergebracht hat und weshalb ich angefangen habe, Leistung anders zu führen. Es geht um einen leisen Wendepunkt, um ehrliches Hinschauen und um die Erkenntnis, dass besser werden nicht automatisch bedeutet, immer mehr zu machen. Sondern bewusster.

Diese Episode ist für dich, wenn du diszipliniert bist, viel gibst und gerade spürst, dass dein bisheriger Weg dich nicht mehr wirklich weiterträgt.

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Diana Dzaviza: Herzlich willkommen in 110 % Podcast. Es freut mich, dass du heute wieder reinhörst. Heute geht es darum, heute geht es eine kleine Geschichte über mich, warum ich aufgehört habe, immer mehr zu machen und dadurch eigentlich besser geworden bin. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war meine Logik ganz einfach. Wenn ich besser werden will, muss ich mehr machen. Vielleicht kennst du dir das. Mehr trainieren, mehr investieren, mehr aushalten. Und lange Zeit hat genau das auch funktioniert. Ich bin stärker geworden, schneller, belastbarer, mehr Einsatz. war mein Weg. Denn ich bin doch Extremsportlerin. Und ich bin ihm mit voller Überzeugung gegangen. Aber irgendwann kam ein Punkt an dem ich gemerkt habe, körperlich und mental passt etwas nicht mehr zusammen. Mir geht es vielleicht nicht so gut, aber ich merke das gar nicht. Es war nicht laut, nicht dramatisch. Dieser Punkt ist leise gekommen. Mein Körper hat funktioniert, aber nicht mehr so gut regeneriert wie früher. Mein Kopf war diszipliniert, aber nicht mehr wirklich so klar. Und genau das war der Moment, an dem ich angefangen habe, eine andere Frage zu stellen. nicht die Frage, wie kann ich noch mehr machen, sondern was brauche ich wirklich, besser zu werden. Ich möchte ganz klar sagen, ich bereue diese Phase gar nicht. Keinem Fall. Mehr machen hat mich wirklich weit gebracht. Es hat meine Disziplin ... in eine höhere Höhe gebracht. Mein Vertrauen in mich selbst gestärkt. die Fähigkeit dran zu bleiben. Aber jeder Weg hat einen Punkt, dem er sich verändert. Meiner war genau da. Ich habe gemerkt, dass mir Training nicht automatisch mehr Qualität bringt. Dass mir Druck nicht automatisch mehr Fokus erzeugt. Und mehr Disziplin bedeutet dass man sich selbst übergehen muss. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich heute etwas sagen, das eigentlich viele überrascht. Das habe ich auch in der letzten Podcastfolge gesagt. Mein Jahresdurchschnitt an Laufkilometern ist wirklich deutlich niedriger als bei vielen Athleten, ähnliche Wettkampfergebnisse erzielen wie ich. Und noch spannender, einige von denen, die bei Wettkämpfen hinter mir bleiben, laufen im Jahr teilweise die Hälfte mehr Kilometer als ich. mehr Training, mehr Umfang, mehr Einsatz, mehr Opfer und trotzdem nicht bessere Ergebnisse. Und das habe ich nicht erkannt, weil ich schlauer geworden bin. Sondern weil ich irgendwann nicht mehr weggeschaut habe. Ja, nicht mehr weggeschaut habe. Ich habe angefangen, meinen Körper nicht zu belasten, sondern ihm zuzuhören. Mit ihm so eine kleine Freundschaft schliessen. Ich habe gemerkt, dass nicht jeder zusätzliche Kilometer mich stärker macht. Dass manche Einheiten mich zwar müde machen, sich gut anfühlen, aber nicht besser. Und mental ist es mir genauso gegangen. Ich war immer jemand, durchzieht. immer seit ich mich kenne, der nicht jammert, der Verantwortung übernimmt, denn wer noch, wenn nicht ich? Aber irgendwann war da diese innere Unruhe und nicht weil ich zu wenig gemacht habe, sondern weil ich zu viel gemacht habe, ohne es bewusst zu steuern und auch ohne es bewusst zu wissen, zu erkennen. Mehr war nicht mehr der Schlüssel. Mehr war nur noch Lärm. Und der Wendepunkt war nicht ein einzelner Wettkampf, wie viele denken könnte. Und nicht eine Verletzung, nicht ein Zusammenbruch. Es war die klare Erkenntnis, so wie ich es mache, halte ich mein Niveau. Aber ich entwickle mich nicht weiter. Und die Weiterentwicklung hat für mich immer viel bedeutet. Und genau da habe ich begonnen, Dinge einfach anderes zu führen. Das heißt nicht weniger ambitioniert, das heißt nicht weniger konsequent, sondern wirklich viel mehr bewusster. Ich habe gelernt zu unterscheiden. Wann ein Reiz mich stärker macht und wann er mir Energie nimmt. Ich habe akzeptiert, dass Regeneration kein Zeichen von Schwäche ist, sondern Teil von Leistung. ein sehr wichtiger Teil von Leistung. Und mental habe ich aufgehört, meinen Wert an Einsatz zu messen. Nicht ich bin gut, wenn ich viel mache, sondern ich bin gut, wenn ich klar bin. Heute trainiere ich nicht weniger, weil ich weniger will, sondern weil ich genau weiß, was ich brauche ⁓ meine Leistung zu... ⁓ leistungsfähig zu bleiben. Und das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis. Besser werden heisst nicht automatisch mehr machen. Weniger ist mehr. Es ist wirklich so. Manchmal heisst es, ehrlicher zu werden, ehrlicher mit der Selbst, feiner hinzuschauen, genauer hinzuschauen. den Mut zu haben, einen funktionierenden Weg zu verändern. auch funktionierende Wege können erfolgreich verändert werden. Nicht weil er falsch ist, sondern weil er dich nicht mehr weiterbringt. Und vielleicht erkennst du dich irgendwo in dieser Folge wieder. Vielleicht bist du auch jemand, der viel gibt wie ich, der diszipliniert ist, der gewohnt ist, durchzuziehen. Und vielleicht spürst du gerade, dass mehr Einsatz nicht mehr die Antwort ist. Dann ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern von Entwicklung. Es geht noch. Ja, es geht noch. aber vielleicht anderes als du bisher gedacht hast. Und wenn du hier herausfinden möchtest, wie Leistung für dich aussehen kann, ohne dich körperlich oder mental auszubrennen, dann lass uns sprechen. Schreib mir einfach eine E-Mail. Die E-Mail-Adresse findest du in den Show Notes. Danke für das Reinhören und bis zur nächsten Folge.

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